Regie Schauspiel

Bachelor of Arts (6 Semester)

Das Studium Regie Schauspiel stellt die Zusammenarbeit mit Schauspielerinnen in den Mittelpunkt. Vom ersten Semester an arbeiten Regie-, Schauspiel- und Dramaturgiestudierende zusammen an gemeinsamen Szenenstudien und Projekten.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erforschung des Spannungsfeldes Text und Bühne. Autor:innen werden als künstlerische Partner in die Ausbildung integriert durch die Zusammenarbeit mit dem Studiengang szenisches Schreiben der UdK Berlin. In der jährlichen Hamburger Poetikvorlesung sprechen Autorinnen wie Kathrin Röggla, Wolfram Lotz, Ferdinand Schmalz, Thomas Köck oder Ivna Žic über ihr Schreiben für Theater.

Verfahren der szenischen Texterzeugung können in Projekten im Rahmen von Stückentwicklungen erprobt werden.

In den ersten Semestern des dreijährigen Studiums werden handwerkliche Grundlagen zu Körper, Raum, Szene und Spiel vermittelt. Auch der Umgang mit ästhetischen Gestaltungsmitteln wie Licht, Technik, Multimedia, Bühnenbild und Kostüm. Auch Probenprozesse, Produktionsbedingungen und -abläufe werden analysiert und bewusst gestaltet.  

Im zweiten Teil öffnet sich die künstlerische Suche in andere Formate wie Site Specific, Multimediale Ansätze, Theater für Junges Publikum und inklusive Ensembles. Die Projekte entstehen in enger Kooperation mit den Bühnenbildnerinnen der HfBK sowie der Kostümbildstudenten der HAW.

Das künstlerisch-wissenschaftliche Studium gibt einen Überblick über theatertheoretische, -historische und -ästhetische Diskurse sowie gesellschaftlich-soziologische Fragen. In regelmäßige Symposien werden Forschungsfragen verschiedener wissenschaftlichen Disziplinen vertieft.

Der Fokus des Studiums liegt nicht auf dem Ergebnis, d. h. der Präsentation eines Projektes, sondern auf dem Probenprozess als dem Erforschen szenischer Möglichkeiten.  Dozierende aus der Theaterpraxis begleiten die Studierenden in ihrer künstlerischen Entwicklung.

Ein Master Regie soll ab dem Wintersemester 2022/23 auf dem Bachelor-Studium aufbauen.

Die Hamletmaschine 2020 - Party Nahaufnahme

Die Hamletmaschine von Heiner Müller

Regie: Helena Bennett, 2020, Kampnagel, Foto: Patrick Sobottka

2_15_die_unendliche_geschichte_hasheider

DIE UNENDLICHE GESCHICHTE

Regie: Mathias Spaan, Dramaturgie: Paul Marwitz, 2020, Junges SchauSpielHaus, Foto: Sinje Hasheider

Aufführung. Marys Monster. STR 2021

Marys Monster - in Stücken -

Regie: Lisa Wagner, 2021, Kampnagel, Foto: Patrick Sobottka

Die eigene Regiehandschrift

Neben dem Erlernen von künstlerischem Handwerk und literarischen Grundlagen steht die Entwicklung und Begleitung der individuellen Interessen und Suchbewegungen im Fokus des Studiums. Ein besonderes Merkmal ist die enge Zusammenarbeit der Regiestudierenden mit den Schauspiel- sowie den Dramaturgie-Studierenden. Auch die Nähe zu dem Studiengang Regie Musiktheater und den Gesangstudierenden sowie die Möglichkeit, sich mit den kompositorischen und musikalischen Fächern der Hochschule zu vernetzen, ist für das Ausdruckspektrum inspirierend. Das parallele Lernen und Forschen der verschiedenen Studiengänge sowie die enge inhaltliche und fachliche Vernetzung mit den Hamburger Staatstheatern, der Kulturfabrik Kampnagel und den umliegenden Stadttheatern verleiht der Theaterakademie ein Alleinstellungsmerkmal innerhalb der deutschsprachigen Theaterhochschulen.

Die Studienprojekte entstehen in Kooperationen mit Studiengängen der anderen Theaterausbildungsstätten wie Bühnenraum der Hochschule für Bildende Kunst (HfBK) sowie Kostümbild der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW).

Die Dozentinnen sind an Hamburger und anderen Theatern oder an Universitäten tätig und eröffnen den Hamburger Regiestudierenden somit auch direkte Kontakte in die Theaterwelt. Masterclasses (z.B. Prof. Dr. Stegemann / Prof. Dr. Hans-Thies Lehmann / Bernd Freytag / Frie Leysen) bereichern das Angebot zusätzlich.