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Foto: Das Studio: Taizhi Shao

Hamburg Contemporary

Pierrot Lunaire: Meilenstein der klassischen Moderne – Arnold Schönberg
Studierende der HfMT unter der Leitung von Frauke Aulbert & Lutz Rademacher
Mittwoch 15.05.2024 19:00 HfMT, Forum

Es gilt als eines seiner Meisterwerke und bedeutendes Stück der Moderne: Mit Pierrot Lunaire (op. 21) schuf Arnold Schönberg 1912 während eines Berlinaufenthaltes den neuen Typ des Melodrams für Sprechgesang und Ensemble. Die Verwendung des Sprechgesangs, dessen schwer bis gar nicht zu fassende Tonhöhe, stellte damals in gewisser Weise eine Neuerung und Revolutionierung der Gesangstechnik dar. Auch für das Komponieren von Kammermusik wurde die Besetzung in Form eines „Pierrot – Ensembles“ zum feststehenden Begriff und zeigt, welchen Stellenwert das Stück im Verlauf des 20. Jahrhunderts einnahm. Den 21 kurzen Nummern des Zyklus liegen Gedichte von Albert Giraud zugrunde. In einem eigens dafür eingerichteten Praxisseminar von Frauke Aulbert arbeiteten Studierende im Fach Gesang und Instrumentalfächern gemeinsam mit Gastmusiker:innen an dem Stück. Die Einstudierung erfolgte durch Thomas Mittelberger und Frauke Aulberg. Begleitet wurde das Seminar zudem durch Mariana Popova und Prof. Burkhard Kehring.

Arnold Schönberg (1874-1951)
Pierrot Lunaire
(Nummer 2 und 13 entfallen)

Es musizieren:
Gesang:
Natsumi Wolf (Nummern: 1, 3, 4, 5, 18, 19, 20, 21)
Lilja Peterson (Nummern: 16, 17)
Amy Buttschardt (Nummern: 8, 9, 10)
Daria Plastinina (Nummern: 6, 7, 14)
Frauke Aulbert (Nummern: 11, 12, 15)

Flöte: Roland Schwarz
Klarinette: Paula Breland
Bassklarinette: Dabin Kang
Violine: Yaodong Zhang
Viola: Gung-Hui Ho
Violoncello: Aleksandr Bukin
Klavier:
Julia Seckler (Nummern 8, 9, 11, 14)
Sergi Pacheco (Nummern 1, 3, 5, 6, 20, 21)
Isaac Martinez (Nummern: 15, 16, 17, 18, 19)

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Die Woche der neuen Musik erlebt eine Neuauflage! Vom 13. bis 16. Mai 2024 werfen abermals Akteur:innen ihren Hut in den Ring, die sich der aktuellen Musik – und den Klassikern der Moderne – verschrieben haben.

Nein und dann eben doch: Zwei Jubiläen von Kompositionsurgesteinen fallen auf das Jahr 2024 und trotzdem stellt sich Hamburg Contemporary nicht einzig in das Licht von Arnold Schönberg (150. Geburtstag) und Luigi Nono (100. Geburtstag), auch wenn es so naheliegend und einfach gewesen wäre. Denn im Licht sollen die wirklich Zeitgenössischen stehen, die jungen Musiker:innen, die hier ihre Bühne bekommen! Ganz verzichtet wird auf die Musik der Jubilare und deren Zeitgenossen dennoch nicht, und so spielen Studierende und Lehrende aus den unterschiedlichen Instrumentalbereichen gleich mehrere Klassiker der Moderne: Schönbergs „Pierrot Lunaire“ und seine Streichermusik, sowie Nonos „La Fabbrica Illuminata“. Mit dem Klavierrezital jüdischer Komponist:innen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wird teilweise in Vergessenheit geratene Musik dargeboten.
Tönen, scheppern und dröhnen wird es bei den Klassenabenden der Kompositionsklassen aus Rostock und Hamburg sowie dem Klavierkonzert des Praxisseminars zu neuer Klaviermusik! Der Austausch der Kompositionsklassen wird in Zukunft mit einem Gegenbesuch in Rostock abgerundet werden. Der Abschlusstag wartet dann noch mit zwei Höhepunkten auf: Miniaturen für drei Violinen werden von Mitgliedern des Ensemble Resonanz dargeboten. Das kleine Festival wird abgerundet durch ein Ensemblekonzert: Studierende der HfMT spielen ausgesuchte Werke renommierter – und Achtung: noch lebender! – Komponist:innen!

Eintritt frei

Eine Anmeldung ist notwendig und erfolgt über eventbrite.

Veranstaltungen im Überblick:
13.05., 18:00 Uhr - Kompositionsklassenabend Rostock
13.05., 20:00 Uhr - Nono: La Fabbrica Illuminata und Klaviermusik: ...don’t push the sounds… not even a little bit…?
14.05., 19:00 Uhr - Kompositionsklassenabend Hamburg
15.05., 17:30 Uhr - Klavierrezital jüdischer Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts
15.05., 19:00 Uhr - Pierrot Lunaire: Meilenstein der klassischen Moderne
15.05., 20:00 Uhr - Streichermusik Schönbergs
16.05., 19:00 Uhr - Miniaturenwunderland - Ensemble Resonanz @ HfMT

Die Veranstaltungen werden gefördert durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Sie sind Teil der neuen Reihe Hamburg Contemporary.