Wiesendamm Stehle
Foto: Tino Wichmann

Ein Wochenende der offenen Türen

Die Theaterakademie und das Institut für Kultur- und Medienmanagement in ihrem neuen Campus

Samstag 23.10.2021 19:00
HfMT Campus Barmbek, Große Bühne

Die Hochschule für Musik und Theater eröffnet einen neuen Campus in Barmbek. Ein Wochenende lang können Sie die Räumlichkeiten des Gebäudes kennenlernen: Bühnen, Probebühnen, Opernstudio und Seminarräume. Die Theaterakademie und das Institut für Kultur- und Medienmanagement laden zu vielen kleinen Veranstaltungen ein. Auch unser Nachbar, das Junge Schauspielhaus, ermöglicht Blicke hinter die Kulissen.
Als Auftakt präsentieren wir am Samstagabend das Projekt "Echos der Arbeit".
Für den Sonntag haben wir ein ganztägiges Programm zusammengestellt.

19.00-22.00 Uhr
Echos der Arbeit
Anmeldung erforderlich!


Die Inszenierungen „Klang des Komplexes“ und „memento“ sowie „Gesten der Entschädigung“ und „Bruderkuss“ sind jeweils in einem Ticket zusammengefasst. Um alle vier Inszenierungen zu sehen, buchen Sie zwei Doppeltickets.

Ein Rechercheprojekt zur Geschichte des Gebäudes am Wiesendamm 26
Regie- und Dramaturgie-Studierende arbeiten in unterschiedlichen Konstellationen mit Studierenden verschiedener Fachrichtungen zusammen und entwickeln Inszenierungen, Performances und Installationen, die sie am 23. und 24. Oktober präsentieren. Im Vordergrund ihrer Recherchen steht die Geschichte des Gebäudes, das lange Firmenhauptsitz und Werkhalle des Unternehmens Heidenreich & Harbeck war.

19.00 & 20.45, Große Bühne
Klang eines Komplexes


Mit einer installativen Komposition untersuchen Constanze Negwer und Philipp Krebs die Geschichte des Gebäudes anhand seiner verschiedenen Klangwelten. Der Kontrast zwischen den Tönen, die heute in diesen Räumen zu finden sind, und denen, die in der Vergangenheit erklangen, steht im Mittelpunkt des akustischen Erlebnisses.
Von Philipp Krebs und Constanze Negwer

19.00 & 20.45, Kleine Bühne
Gesten der Entschädigung


Entschädigung, die; Substantiv (feminin), Ausgleich erlittener Schäden, Einschränkungen, Benachteiligungen; ein Akt der Fürsorge; ein politisch-bürokratisches Verfahren; kann rechtzeitig oder zu spät erfolgen. Eine Lecture Performance mit autobiographischen Motiven, ein Modellversuch auf der Basis historischer Recherche zur Entschädigung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter*innen.
Von und mit Nils Matzka

19.45 & 21.30, Foyer
Bruderkuss


Während des Nationalsozialismus’ zwang das Unternehmen Heidenreich und Harbeck 350 Menschen aus Osteuropa zur kriegsrelevanten Zwangsarbeit in den Hallen des Wiesendamms. Eine angemessene Entschädigung dieser Menschen fand bis heute nicht statt. Alina Sobotta initiiert aus der Perspektive einer unentschädigten Generation ein alternatives Einweihungsritual für das Gebäude.
Konzept: Alina Sobotta
Performance: Maciek Marzec & Weitere

19.45 & 21.30, Werkhalle
memento


Die Werkhalle als Ort der Arbeit, des Widerstands und der Feier wird zum Zentrum einer musikalischen, körperlichen und sprachlichen Suche nach den Überbleibseln der Vergangenheit. Wie verorten wir uns als Theaterschaffende in einem Raum, der bestimmt ist von industrieller Arbeit? Die Inszenierung untersucht Bedürfnisse in Zeiten der Krise und sucht die individuelle Ekstase und Gemeinschaft nach sozialer Distanzierung.
Von Lucia Wunsch 
Mit Vivien Hohnholz, Maike Holzke, Arvid Maier, Constanze Nogueira Negwer, Verena Rosna, Paula Rüdiger, Julian Thomas, Antonie Zschoch

22.00, Junges Schauspielhaus
Überraschungskonzert von und mit FORMATION NOW

Der Eintritt ist frei, eine Reservierung für die Echos der Arbeit ist erforderlich!
Die Reservierungslinks sind direkt bei den Vorführungszeiten (oben) zu finden.

Die Inszenierungen „Klang des Komplexes“ und „memento“ sowie „Gesten der Entschädigung“ und „Bruderkuss“ sind jeweils in einem Ticket zusammengefasst. Um alle vier Inszenierungen zu sehen, buchen Sie zwei Doppeltickets.

Grundsätzlich gilt die 3G-Regel. D.h. nur wer nachweislich genesen, geimpft oder getestet ist, darf den Campus betreten.
Es wird eine Kontrolle am Eingang geben.

Echos der Arbeit ist eine Kooperation mit der Geschichtswerkstatt Barmbek.
Das Programm am Eröffnungswochenende zum neuen Campus Barmbek und die Echos der Arbeit werden gefördert durch die Thörl-Stiftung sowie die Trede-Stiftung.